Du wirst über deine Versuche im Kansai-Dialekt lachen, eine Geisha live tanzen sehen, den Boden bei Sumo-Kämpfen beben spüren und mit Einheimischen dampfendes Chanko-Nabe teilen – alles mit englischem Kommentar und einer lockeren Atmosphäre, die dich mittendrin fühlen lässt.
Ich kam etwas nervös im Kyoto Sumo Club an – hatte mir kurz vorher noch Tee auf mein Shirt gekippt, typisch ich. Das Personal ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, lächelte nur und winkte mich rein, als wäre nichts passiert. Drinnen war es gemütlich und warm, die Holzböden knarrten, während wir unsere Plätze rund um den Sumo-Ring suchten. Unser Guide Jun erklärte, dass hier eigentlich jeder Platz ringsum am Ring ist – ganz anders als die riesigen Arenen, die ich sonst kenne. Es roch leicht nach Tatami und köchelnder Brühe – ein ziemlich guter Start, wenn ihr mich fragt.
Als erstes betrat die Geisha den Raum, ihr Kimono schwebte sanft hinter ihr her. Fotos hatte ich schon gesehen, aber diesen langsamen, sorgfältigen Tanz live vor uns zu sehen, war nochmal was anderes. Ein leises Schweigen legte sich über den Raum – bis auf ein kleines Kind, das immer wieder „pretty“ flüsterte. Danach erzählte uns Jun die Geschichte hinter den Tänzen und wie sie mit den Festen in Kyoto verbunden sind. Er versuchte sogar, uns einen Satz im Kansai-Dialekt beizubringen (ich hab’s total verhauen, er musste lachen). Dann kamen die Sumo-Ringer – ehemalige Profis, aber immer noch riesig – und starteten ihr Aufwärmprogramm. Das Klatschen ihrer Hände auf die Oberschenkel hallte durch den Raum.
Das Highlight war ein Best-of-Three Kampf zwischen zwei Ringern. Diese Spannung, wenn sie in der Hocke warten, bis das unsichtbare Startsignal kommt – fast still, nur das Vibrieren eines Handys störte kurz (ungünstiger Moment). Ich hätte nicht gedacht, dass ich so mitfiebere, obwohl ich die Namen erst vor fünf Minuten gelernt hatte. Einige Gäste durften sogar selbst in den Ring – ich wurde nicht ausgewählt (vielleicht nächstes Mal), aber zuzusehen war witzig und irgendwie mutig.
Dann kam das Essen: Ein großer Topf Chanko-Nabe dampfte auf unserem Tisch, mit Hühnchen und Gemüse. Der Geschmack war kräftig, aber trotzdem leicht. Wir füllten immer wieder unsere Schüsseln nach und quatschten mit einem Paar aus Osaka, das erklärte, warum Sumo-Ringer dieses Essen ständig essen („für die Power!“). Das Ganze fühlte sich eher wie ein lebhafter Abend unter Freunden an als eine steife Show. Beim Rausgehen bekamen wir kleine Souvenir-Taschen – meine steht noch zuhause und erinnert mich immer wieder an diesen Abend. Manchmal denke ich noch an den ersten Bissen oder das Applaudieren nach dem letzten Kampf… kennt ihr das?
Ja, die Show ist als unterhaltsames Erlebnis für Groß und Klein konzipiert.
Ja, Gäste können sich bewerben; bei zu vielen Bewerbern entscheidet eine Verlosung.
Ein All-you-can-eat Menü mit Chanko-Nabe (Hühner-Hotpot) und weiteren Gerichten ist inklusive.
Ja, die gesamte Show wird auf Englisch kommentiert.
Ja, vegetarische und vegane Mahlzeiten sind möglich, wenn sie mindestens 2 Tage vorher reserviert werden.
Bitte mindestens 30 Minuten vor Beginn da sein.
Ja, es gibt gute Anbindungen in der Nähe.
Nein, es ist eine unterhaltsame Show, kein offizielles Turnier oder ernsthaftes Training.
Dein Abend umfasst den Eintritt zum Kyoto Sumo Club mit Plätzen nahe am Geschehen, eine elegante Geisha-Tanz-Vorführung zum Auftakt, live Sumo-Demonstrationen mit englischem Kommentar, die Chance (per Verlosung) selbst in den Ring zu steigen, ein all-you-can-eat Chanko-Nabe Abendessen mit Getränken und eine Souvenir-Tasche als Erinnerung an die Sumo-Kultur.
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