Du betrittst ein echtes Kalligraphie-Studio in Tokios Asakusa, lernst von einer lokalen Lehrerin, die dich durch Pinsel- und moderne Stifttechniken führt, und gestaltest dein eigenes japanisches Kunstwerk zum Mitnehmen. Freu dich auf viel Spaß bei der Kanji-Auswahl, liebevolle Korrekturen und ein Souvenir, das wirklich von Herzen kommt – kein typisches Touri-Mitbringsel.
Fast wäre ich einfach dran vorbeigegangen – ich hatte etwas Größeres erwartet für einen Kalligraphie-Kurs in Tokio, doch der Raum versteckte sich zwischen einem Ramen-Laden und einem Geschäft mit Glückskatzen. Meine Schuhe quietschten auf dem Boden, als ich (ein bisschen zu spät, sorry) hereinkam, doch die Lehrerin lächelte nur und winkte mir zu, als wäre das Alltag. Schon saßen ein paar Leute über ihren Papieren, Pinsel in der Hand, also stürzte ich mich einfach ins Geschehen.
Unsere Lehrerin, Frau Sato, zeigte uns, wie man den Pinsel richtig hält. Sie korrigierte meine Haltung ganz sanft, kaum eine Berührung am Handgelenk, und trotzdem fühlte es sich sofort richtig an. Die Tinte roch leicht erdig, fast wie nasses Laub nach Regen. Zuerst probierten wir unsere Namen zu schreiben (meiner sah aus wie verschütteter Kaffee), dann durften wir Kanji wählen, die uns etwas bedeuten. Ich nahm „Wind“, weil es für mich poetisch klang – Li neben mir wählte „Katze“ und lachte, als ich versuchte, das auf Mandarin auszusprechen. Wahrscheinlich habe ich es total verhauen.
Das Beste war der Wechsel zwischen dem traditionellen Pinsel und dem modernen Fude-Stift – fast wie wenn man eine alte Geige gegen eine E-Gitarre tauscht, aber nur für ein Lied. Der Stift gleitete viel geschmeidiger als gedacht. Frau Sato erzählte Geschichten von ihrem Großvater, der sie als Kind unterrichtete; man merkte, wie sehr ihr das Weitergeben am Herzen liegt. Es wurde manchmal ganz still, nur das Kratzen der Borsten auf dem Papier und einmal das Summen eines Handys (ups). Am Ende stempelte sie unsere Werke mit roter Tinte ab – meine Hände zitterten, aber ehrlich? Ich denke noch oft an den Moment, als sie mir mein Bild zurückgab.
Der Workshop dauert etwa 1 bis 1,5 Stunden.
Ja, der Kurs ist für alle Erfahrungsstufen, auch für Anfänger, geeignet.
Ja, du darfst dein eigenes Werk als Souvenir mit nach Hause nehmen.
Er wird in Asakusa abgehalten, einem der historischen Viertel Tokios.
Ja, du arbeitest sowohl mit klassischen Pinseln als auch mit einem modernen Fude-Stift.
Ja, alle Bereiche sind rollstuhlgerecht zugänglich.
Ja, sie können während des Workshops im Kinderwagen mit dabei sein.
Ja, der Veranstaltungsort ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Dein Tag beinhaltet alle Materialien für japanische Kalligraphie mit traditionellen Pinseln und modernen Fude-Stiften in einem barrierefreien Studio in Asakusa; du bekommst außerdem dein fertiges Kunstwerk als Souvenir – und kannst danach kostenlos den Tokyo Tourist Lounge Service nutzen, falls du möchtest.
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