Spaziere durch Kutná Horas mittelalterliche Gassen mit einem lokalen Guide, tritt in Kathedralen ein, wo Sonnenlicht die Wände bemalt, und stehe still zwischen tausenden Knochen in der Sedlec Knochenkirche. Genieße ein echtes tschechisches Mittagessen, bevor du in Bergmannskleidung in echte Silberstollen unter der Stadt eintauchst – eine Mischung aus skurriler Schönheit und Geschichte, die du nicht so schnell vergisst.
Das Erste, was mir in Kutná Hora auffiel, war nicht die Architektur oder Geschichte – ehrlich gesagt war es das Echo unserer Schritte in der Kathedrale. Unsere Führerin Jana sprach leise, während wir durch die Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale und die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers schlenderten. Die Luft roch leicht nach altem Stein und Kerzenwachs. Sie zeigte auf die verspielten Deckenbögen – Santinis Handschrift, sagte sie – und ich versuchte mir vorzustellen, wie es hier vor den ganzen Renovierungen aussah. Ich bin eigentlich kein Kirchenmensch, doch das bunte Licht der Glasfenster, das auf meine Hände fiel, ließ mich länger verweilen, als ich dachte.
Nur wenige Minuten später standen wir in der Sedlec Knochenkirche, die man schwer beschreiben kann, bevor man sie gesehen hat. Überall Knochen – Schädel zu Pyramiden gestapelt, sogar ein Kronleuchter aus Oberschenkelknochen. Klingt gruselig (und vielleicht ist es das auch), doch die Leute flüsterten nur oder standen still da. Jana erzählte, wie all diese Knochen nach Jahrhunderten von Pest und Kriegen hierher kamen. Ich versuchte „kostnice“ auf Tschechisch zu sagen – sie lachte über meinen Akzent, was die Stimmung auflockerte.
Im Stadtzentrum fühlte es sich anders an: lebhafter, mehr Sonnenlicht, das von den Kopfsteinpflastern reflektierte. Wir machten Mittagspause in einem Lokal, von dem Jana schwor, dass es die beste svíčková der Stadt hat – und sie hatte recht. Danach kam der Teil, vor dem ich Respekt hatte – die Führung durch die Silbermine. Wir bekamen weiße Kittel und Helme; ehrlich gesagt sah ich lächerlich aus, aber alle anderen auch, also egal. Die Tunnel waren feucht und eng – irgendwo hörte ich Wasser tropfen – und mein Taschenlampenlicht fing kleine Glitzereffekte an den Felswänden ein. Nichts für Platzangstgeplagte, aber wieder ins Tageslicht zu treten fühlte sich wie ein kleiner Sieg an.
Der letzte Halt war die St.-Barbara-Kathedrale – diese Fresken gehen mir noch Tage später nicht aus dem Kopf. Auf der Zugfahrt zurück nach Prag erzählte Jana Geschichten aus ihrer Kindheit hier, während hinter uns jemand leise schnarchte (ich beneidete ihn). Wer einen Tagesausflug von Prag sucht, der vielschichtig und ein bisschen ungewöhnlich ist – im besten Sinne – für den ist Kutná Hora genau richtig.
Der private Tagesausflug dauert etwa 10 Stunden, inklusive Zugfahrt von Prag.
Ja, die Abholung vom Hotel in Prag ist bei der Buchung inklusive.
Du siehst kunstvolle Dekorationen, die komplett aus menschlichen Knochen gefertigt sind.
Ja, wenn die Mine geöffnet und für die Gruppe geeignet ist, ziehst du Bergmannskleidung an und betrittst echte mittelalterliche Stollen unter Kutná Hora.
Ja, eine Mittagspause in einem der besten Lokale von Kutná Hora ist Teil der Tour; die Kosten richten sich nach der Speisenauswahl.
Ja, Kinder sind willkommen, wenn sie mit zwei zahlenden Erwachsenen reisen; Babys können im Kinderwagen mitgenommen werden.
Der Besuch der Silbermine ist für Menschen mit Klaustrophobie oder Übergewicht nicht zu empfehlen; alternativ wird ein Museumsbesuch angeboten.
Das Silberbergwerk-Museum ist montags und in den Wintermonaten geschlossen; in dieser Zeit wird stattdessen das Innere der Italienischen Hofburg besichtigt.
Dein Tag beinhaltet die Abholung vom Hotel in Prag, Eintritt zu allen Hauptattraktionen inklusive beider Kathedralen und der Sedlec Knochenkirche, eine geführte Tour durch Kutná Horas Altstadt sowie je nach Saison eine echte Silberminenführung oder Museumsbesuch – alles mit einem erfahrenen lokalen Guide, bevor es abends per Zug zurück nach Prag geht.
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