Du gleitest an bunten Mauern und ruhigen Uferwegen vorbei, erklimmst sanfte Hügel mit eBike oder Scooter und hältst an, um Geschichten im Strahov Kloster und an der Prager Burg zu hören. Spüre die Energie Prags in deinen Händen – und lach ruhig, wenn du mal wackelst. Hier geht’s nicht um Tempo, sondern darum, die Stadt lebendig zu erleben.
Das Erste, woran ich mich erinnere, ist das Geräusch – ein leises Summen unter meinen Füßen, als wir vom kleinen Laden an der Moldau losfuhren. Unser Guide Pavel verteilte Helme und checkte, ob wir alle mit den eBikes klarkommen (ich wackelte am Anfang ein bisschen – kein Wunder). Die Stadt fühlte sich aus dieser Perspektive ganz anders an: Kopfsteinpflaster summte unter den Reifen, eine Brise trug den Duft von Kaffee und altem Stein zu uns. Gleich zu Beginn versuchte jemand aus der Gruppe ein Selfie und wäre fast gegen eine Laterne gefahren – alle lachten, sogar Pavel.
Wir sausten an der John Lennon Mauer vorbei (viel bunter als ich dachte – Schichten aus Farbe und Wunschkritzeleien), dann überquerten wir die Kampa-Insel, wo das Wasser gegen die Ufermauer plätscherte. Kurz hielten wir bei einer dieser skurrilen David-Černý-Skulpturen – ich verstehe sie zwar nicht ganz, aber sie bringen einen zum Staunen. Der Anstieg zum Petřín-Turm war steil, aber ehrlich gesagt fühlte es sich mit den Elektromotoren fast zu leicht an. Ich erwartete brennende Beine, doch stattdessen genoss ich den Blick auf Prag, das sich unter uns ausbreitete – rote Dächer, Türme überall.
Pavel erzählte Geschichten über das Strahov Kloster, das im 12. Jahrhundert gegründet wurde, und ließ uns kurz hineinblicken. Die Luft roch nach Hopfen aus der Brauerei nebenan (die gibt es wohl schon seit dem 15. Jahrhundert). Wir verweilten nicht lange, denn die Prager Burg wartete noch auf uns. Sie ist riesig, wenn man nah dran ist; man spürt die Geschichte in den Mauern. Irgendwann verlor ich das Zeitgefühl – es fühlte sich einfach gut an, mit jemandem unterwegs zu sein, der hier wirklich zu Hause ist und uns durch all die Facetten Prags führte.
Nein, für die Tour mit eBike oder E-Scooter ist kein Führerschein erforderlich.
Ja, Helme sind Pflicht und werden in allen Größen gestellt. Vor der Tour gibt es eine Sicherheitseinweisung.
Ja, Kinder ab 7 Jahren können unter Aufsicht eigene Bikes oder Scooter fahren; jüngere Kinder nutzen zertifizierte Kindersitze.
Du siehst unter anderem die John Lennon Mauer, Karlsbrücke, Petřín-Turm, Strahov Kloster, Kleinseite und die Prager Burg.
Ja, bei Bedarf stehen Regenponchos sowie Handschuhe und Mützen kostenlos zur Verfügung.
Nein, der Treffpunkt ist im Segway Tours Büro nahe dem Zentrum von Prag.
Maximal 10 Bikes pro Guide; bei größeren Gruppen gibt es zwei Guides.
Ja, die Tour ist rollstuhlgerecht und es können auch Kindersitze oder Kinderwagen mitgenommen werden.
Dein Tag beginnt mit unbegrenztem Wasser oder Kaffee am Treffpunkt, danach bekommst du deinen Helm (alle Größen sind vorhanden) und machst eine kurze Probefahrt unter Anleitung. Für kühles Wetter gibt es Regenponchos, Handschuhe und Mützen. Ein lokaler Guide begleitet dich die ganze Zeit, erzählt spannende Geschichten und macht Fotos – so kannst du dich ganz aufs Genießen der schönsten Ecken Prags konzentrieren, ohne dich um die Organisation zu kümmern.
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