Erlebe Ketchikans riesige Regenwald-Bäume mit einem lokalen Guide, halte Ausschau nach Adlern und vielleicht sogar Bären bei Herring Cove und entdecke handgeschnitzte Tsimshian-Totempfähle an einem historischen Sägewerk. Unterwegs hörst du Geschichten von Einheimischen, die jeden Pfad kennen – und findest vielleicht selbst Momente, um tief durchzuatmen und die Natur zu spüren.
„Hört ihr das?“ flüsterte unser Guide Jamie, als wir unter das dichte Blätterdach im Alaska Rainforest Sanctuary traten. Gerade noch hatte ich gelacht, weil meine Regenjacke schon den Kampf gegen den Ketchikan-Nieselregen verlor, doch dann nahm ich es auch wahr – eine Art Stille, nur unterbrochen vom Krähengezwitscher und einem Plätschern irgendwo im Bach. Der Boden fühlte sich weich und schwammig unter meinen Stiefeln an, und überall lag der Duft von nassem Zedernholz und Moos in der Luft. Jamie zeigte auf eine Bärentatze im Schlamm – ehrlich gesagt, damit hatte ich nicht gerechnet, dass ich kurz nervös werde, aber da war sie.
Wir schlenderten über die Holzstege durch Herring Cove, wo man bei genauem Hinsehen die Lachs im Wasser schimmern sah. Plötzlich zog ein Weißkopfseeadler tief über uns hinweg – so nah, dass ich instinktiv duckte (unnötig, aber reflexartig). Jamie erzählte, wie sich die Flussmündung mit den Jahreszeiten verändert und warum hier so viele Tiere auftauchen, wenn die Lachse wandern. Sie ist hier aufgewachsen, das merkte man an ihrer Art zu erzählen, als kenne sie jeden Baum persönlich. An einer Stelle blieb sie stehen, zeigte uns Flechten und erzählte, dass ihre Großmutter daraus Tee gemacht hat. Ich roch daran – erdig, aber trinken würde ich ihn wohl nicht.
Zum Schluss führte uns der Weg zu einer Lichtung mit riesigen Tsimshian-Totempfählen – einer war fast so hoch wie die umliegenden Bäume. Der Künstler schnitzte hier am alten Sägewerk siebzehn dieser Pfähle (man konnte den Duft von Holzspänen noch riechen). Wir lernten, was die einzelnen Tiere auf den Totems bedeuten. Ich versuchte, einen Namen in Tsimshian nachzusprechen; Jamie lachte und meinte, ich war näher dran als die meisten. Danach standen wir einfach eine Weile da, während alle Fotos machten oder still die Szenerie genossen. Das Licht änderte sich, Wolken rissen kurz auf, und alles schimmerte silbrig-grün. Dieses Bild geht mir bis heute nicht aus dem Kopf.
Die Wanderung dauert etwa 2,75 Stunden von Anfang bis Ende.
Ja, der Transport im klimatisierten Fahrzeug ist bei der Buchung enthalten.
Je nach Saison und Glück kannst du Weißkopfseeadler, Schwarzbären, Lachse oder Robben beobachten.
Die gesamte Strecke ist rollstuhlgerecht und auch für Kinderwagen geeignet.
Der Park zeigt 17 handgeschnitzte Pfähle eines einzigen Künstlers – der erste Tsimshian-Park in den USA.
Ja, alle Altersgruppen sind willkommen; eine moderate Fitness reicht, da die Wege leicht zu gehen sind.
Ja, die Tour läuft bei jedem Wetter – wetterfeste Kleidung wird wegen Ketchikans Klima empfohlen.
Dein Erlebnis umfasst die Abholung mit klimatisiertem Fahrzeug in Ketchikan, geführte Wanderungen durch das Alaska Rainforest Sanctuary mit einem lokalen Naturführer, der spannende Geschichten und Tipps zur Tierbeobachtung teilt, sowie Zeit zur Erkundung des Tsimshian Totempfahlparks am historischen Sägewerk, bevor es gemeinsam zurück in die Stadt geht.
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