Du fährst von Tokio hinaus ins Fuji-Gebiet – atmest die frische Luft auf der 5. Station, schlenderst am Kawaguchi-See im Oishi Park und teilst ein japanisches Mittagessen mit neuen Bekanntschaften. Der Aufstieg zur Chureito Pagode lohnt sich allein für die Aussicht – so ein Tag bleibt dir lange im Kopf.
Als erstes erinnere ich mich daran, wie die Busfenster beschlugen, als wir Tokio hinter uns ließen – neben mir versuchte jemand, sie freizuwischen, genau in dem Moment, als Mt. Fuji durch die Wolken lugte. Unsere Guide Yuki zeigte auf winzige Dörfer, die sich in die Hügel schmiegten, und erzählte, wie sich die Stimmung des Berges mit jeder Jahreszeit verändert. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich so klein fühlen würde, als wir die 5. Station erreichten – auf 2.300 Metern, mit dünnerer Luft als erwartet und so kalt, dass mein Atem fast scharf war. Es roch leicht nach Kiefernnadeln und etwas Süßem von einem Imbissstand in der Nähe (ich bereue es, keinen Snack geholt zu haben). Manche standen einfach still da und starrten auf den Fuji, als könnte er sich bewegen, wenn man wegschaut.
Im Oishi Park explodierten die Farben – trotz der späten Saison blühten violette Lavendelfelder, und Kinder rannten am Seeufer umher. Ich wollte unbedingt das klassische Foto von Mt. Fuji über dem Kawaguchi-See schießen, erwischte aber eher meinen Daumen als den Berg. Zum Mittagessen ging es in ein Hotel mit großen Fenstern; ich entschied mich für die vegetarische Variante (Tofu mit einer Ingwersoße – überraschend lecker). Die Gruppe neben uns lachte darüber, wie oft sie versucht hatten, „Kawaguchiko“ richtig auszusprechen; Yuki gab irgendwann auf, uns zu korrigieren.
Die 398 Stufen zur Chureito Pagode gehen mir immer noch durch den Kopf. Ich verlor unterwegs den Überblick und wollte fast umkehren (meine Beine fühlten sich wie Pudding an), doch dann überholte mich eine ältere Dame mit einem Lächeln und sagte etwas Ermutigendes auf Japanisch – ich glaube, sie meinte „gleich geschafft“. Oben angekommen, verstummten alle für einen Moment, denn da war sie: die Pagode vor uns, die Stadt zu unseren Füßen und Mt. Fuji dahinter wie ein Gemälde, das man sein Leben lang kennt, aber nie für echt gehalten hat. Es fühlte sich ruhiger an, als es wahrscheinlich war. Der Abstieg ging irgendwie schneller – vielleicht, weil wir alle grinsten oder einfach erleichtert waren.
Das ist eine Ganztagestour mit Abfahrt in Tokio und Rückkehr am Abend.
Ja, ein japanisches Mittagessen ist dabei – je nach Buchung auch vegetarisch.
Ja, es sind etwa 398 Stufen bis zur Pagode; rechne mit etwa 15 Minuten pro Strecke.
Bei Straßensperrungen oder schlechtem Wetter besuchst du stattdessen Oshino Hakkai oder das Fujisan Weltkulturerbe-Zentrum.
Du kannst am Tokyo Station Marunouchi Süd-Ausgang oder am Shinjuku Station Ost-Ausgang (Hato Bus Bereich) zusteigen.
Kinder bis 5 Jahre fahren kostenlos mit, wenn sie auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen; ansonsten bitte Kinderticket buchen.
Nein, die Tour startet an festen Bussteigen im Zentrum von Tokio.
Die beste Chance ist zur Kirschblütenzeit; außerhalb dieser Zeit gibt es tolle Aussichten, aber keine Blüten.
Dein Tag umfasst die Hin- und Rückfahrt mit dem Bus ab zentralem Tokio (Wahl zwischen zwei Hauptbahnhöfen), alle Eintrittsgelder unterwegs, eine lebendige Führung von einem lizenzierten englischsprachigen Guide ohne Stress sowie ein japanisches Mittagessen (vegetarisch bei Voranmeldung) bevor es abends zurück in die Stadt geht.
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