Verlasse Tokio für einen Tag und tauche ein in das verschneite Nagano: Lachend beim Sukiyaki-Mittagessen, dann zu Fuß zu den wilden Schneeaffen, die in heißen Quellen baden. Im Winter kannst du sogar in die leuchtenden Kamakura-Schneehütten eintauchen. Ein Tag voller kleiner Überraschungen und echter Momente, die lange nachwirken.
Ich hätte nicht gedacht, dass die Busfahrt aus Tokio so... still sein würde. Vielleicht lag es am frühen Start oder daran, dass alle Energie für die Schneeaffen sparen wollten. Unsere Guide Emi zeigte unterwegs auf den Mt. Asama – ich hab nur halb zugehört, weil ich fasziniert war, wie sich die Landschaft von grauer Stadt in weiße Felder verwandelte. Irgendwo bei Nagano hielten wir an einer Raststätte, wo ich mir aus einem Automaten einen heißen Kaffee schnappte. Der wärmte meine Hände, aber nicht die Zehen, die meine Sockenauswahl schon bereuten.
Mittagessen gab’s als Rindfleisch-Sukiyaki bei Shinshu Fruit Land – ehrlich gesagt hatte ich mit Touri-Küche gerechnet, aber es schmeckte wie bei Oma. Die Brühe war süßlich-würzig, und die Pilze saugten jede Menge Geschmack auf. Emi erklärte, dass die Einheimischen alles in rohes Ei tauchen (ich hab’s probiert und eine kleine Sauerei angerichtet). Im kleinen Laden gab’s Äpfel und ungewöhnlich niedliche eingelegte Gurken – die kaufte ich für später, vergaß sie aber im Bus.
Der Weg zum Jigokudani Monkey Park dauerte etwa 35 Minuten, durch schneebehangene Bäume. Bei jedem Schritt beschlug meine Brille vor Kälte. Endlich an den heißen Quellen angekommen, lagen sie da: Schneeaffen, die ganz entspannt im Dampf chillten, als gehörte der Platz ihnen. Ein Baby kratzte sich am Ohr und schaute mich an – keine Ahnung, wer von uns beiden alberner wirkte. Hinter mir flüsterte jemand „Nicht zu lange starren“, was mich zum Lachen brachte (aber ich hörte trotzdem auf). Der Schwefelgeruch, gemischt mit der kalten Luft, blieb noch Stunden an meinem Schal hängen.
Wer zwischen Ende Januar und Februar kommt, erlebt noch etwas Besonderes – die Kamakura-Schneehütten, die im Dämmerlicht sanft leuchten. Wir schlüpften kurz in eine rein; kleiner als gedacht, aber irgendwie total friedlich. Auf der Rückfahrt nach Tokio schliefen alle ein, außer Emi, die uns Geschichten aus ihrer Kindheit in Nagano erzählte. Ich denke noch oft an den Spaziergang durch den Wald – so ruhig, nur das Knirschen der Stiefel im Schnee und diese seltsamen kleinen Affengesichter, die uns beobachteten.
Die Busfahrt von Shinjuku zum Jigokudani dauert bis zu dreieinhalb Stunden pro Strecke, mit zwei bis drei Zwischenstopps.
Ja, das Mittagessen ist inklusive – meist Rindfleisch-Sukiyaki bei Shinshu Fruit Land. Auf Wunsch gibt es auch Schweinefleisch oder vegetarische/vegane Alternativen.
Der Weg vom Parkplatz zum Jigokudani Monkey Park beträgt über 30 Minuten pro Strecke und führt durch verschneite Waldwege.
Die Kamakura-Schneehütten sind nur zwischen dem 23. Januar und 1. März während des Festivals Teil der Tour.
Ja, ein englischsprachiger Guide begleitet dich den ganzen Tag von Tokio aus.
Trage rutschfeste Schuhe, die für Schnee geeignet sind; bei Bedarf werden auch Steigeisen an Bord verkauft.
Babys müssen auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen; Teilnehmer sollten eine moderate Fitness für die Strecke und das Gelände mitbringen.
Die Affen sind wild; besonders im Winter sind Sichtungen sehr wahrscheinlich, aber garantiert sind sie nicht und sie sind nicht immer im Wasser.
Dein Tag umfasst Hin- und Rückfahrt von Shinjuku mit kommentierter Busfahrt nach Nagano, ein japanisches Set-Menü (Rindfleisch-Sukiyaki oder Alternativen), Eintritt in den Jigokudani Monkey Park mit Zeit für die wilden Schneeaffen sowie (Ende Jan–Feb) einen Stopp bei den Kamakura-Schneehütten – alles begleitet von einem englischsprachigen Guide.
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