Erlebe die Marlborough Sounds bei einer Bootstour mit Delfin-, Robben- und Vogelbeobachtung. Wandere durch den Wald auf Motuara Island, wo Glockenvögel singen, und genieße heiße Getränke an Deck, während du nach Pinguinen Ausschau hältst. Hier bist du nicht nur Zuschauer, sondern Teil dieser wilden Natur.
Wir legten kurz nach acht im kleinen Hafen von Picton ab – Kaffee in der Hand, salzige Luft um uns herum und diese besondere Ruhe, bevor die Gespräche beginnen. Unser Guide Pete (oder war es Paul? Ich bin schlecht mit Namen) verteilte Ferngläser und zeigte auf eine Gruppe Kormorane, die ihre Flügel trockneten. Das Wasser war spiegelglatt, fast unwirklich, und ich dachte immer wieder daran, wie die Hügel hier wie alte grüne Decken ineinander übergehen. Jemand vorne entdeckte als Erster Delfine – nur ein kurzes Aufblitzen von Grau – und plötzlich drängten sich alle am Geländer.
Das Boot bremste an einer felsigen Kante, wo Pelzrobben entspannt lagen, als gehörte der Platz ihnen. Es roch herb und erdig – nach Seetang und etwas fast Süßlichem? Pete erzählte von fünf Delfinarten, die hier vorkommen, heute sahen wir aber wohl nur zwei. Seine Geschichten machten selbst Vogelwissen spannend, fast wie Klatsch. Motuara Island tauchte schnell auf – ein kleiner grüner Hügel, überall flatterten Vögel herum. Der Weg war nicht schwer, aber ich wünschte, ich hätte bessere Schuhe an – der Pfad war weich und noch feucht vom Regen der Nacht. Wir hörten die Glockenvögel, bevor wir sie sahen – hohe Töne, die durch den dichten Busch hallten, in dem man kaum den Himmel sehen konnte.
Vom Aussichtspunkt aus sieht man bei klarem Wetter bis zur Nordinsel. Ich stellte mir Captain Cook vor, wie er hier stand (unser Guide meinte, er habe irgendwo in der Nähe eine Flagge gesetzt), doch eigentlich lenkte mich ein kleiner blauer Pinguin ab, der unten watschelte. Auf der Rückfahrt wurden Schokoladenkekse und Tee herumgereicht – so kleine Wohlfühlmomente, die nach salziger Luft und Sonnenbrand auf den Wangen riesig wirken. Es gab Gelächter, als ich fast meine Tasse über Bord fallen ließ – aber das störte niemanden.
Ich denke noch oft an diesen Moment auf dem Deck – still, nur das Rufen der Seevögel und das leise Brummen des Motors – und wie es gleichzeitig fern und vertraut wirkte. Vielleicht liegt es daran, dass man in den Marlborough Sounds mit Fremden unterwegs ist, die am Nachmittag gar nicht mehr so fremd erscheinen.
Die Tour dauert etwa 4 Stunden, inklusive Stopps zum Tiere beobachten und Wandern auf Motuara Island.
Nein, Mittagessen ist nicht enthalten, aber heiße Getränke, Schokoladenkekse und bei Nachmittagsfahrten lokaler Wein sind inklusive.
Ja, die Guides helfen dabei, bis zu fünf verschiedene Delfinarten zu entdecken, wenn das Wetter mitspielt.
Nein, an Bord gibt es kostenlose Ferngläser zum Beobachten der Tiere.
Ja, die Tour ist familienfreundlich und bietet auch Aktivitäten für Kinder an Bord.
Die Morgentour startet um 08:30 Uhr an Tagen mit Kreuzfahrtschiffen; Check-in ist 15 Minuten vorher.
Die Tour fährt bei fast allen Wetterbedingungen, außer wenn es zu gefährlich ist; passende Kleidung wird empfohlen oder Terminverschiebung bei Absage.
Es wird kein Hoteltransfer angeboten; Gäste müssen selbst zum Hafen von Picton kommen.
Im Preis enthalten sind Ferngläser und Artenbestimmungskarten zur Tierbeobachtung, fachkundige Führung durch einen lokalen Experten in den Marlborough Sounds und auf Motuara Island, Nationalparkgebühren, sowie kostenloser Tee, Kaffee oder heiße Schokolade mit Schokoladenkeksen an Bord – und bei Nachmittagsfahrten preisgekrönter lokaler Wein vor der Rückkehr nach Picton.
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