Du kommst den Rentieren in den verschneiten Lyngen Alpen ganz nah, fütterst sie aus der Hand und wärmst dich danach im Sámi-Lavvu bei Kaffee oder Tee und einem herzhaften Mittagessen auf. Lausche den Geschichten deines lokalen Guides über das Leben nördlich des Polarkreises und geh mit einem besonderen Gefühl von Verbundenheit nach Hause.
Das Erste, was mir auffiel, war nicht die Kälte – sondern das Geräusch. Dutzende Rentierhufe knirschten über den festen Schnee, schnüffelten an meinen Stiefeln, als hätte ich etwas Besseres als Flechten in der Hand. Unser Guide Ánde grinste unter seiner Fellmütze und reichte mir eine weitere Portion Futter. „Keine Scheu“, sagte er, doch ehrlich gesagt hatte ich eher Angst, vollgesabbert zu werden. Die Lyngen Alpen standen majestätisch im Hintergrund – riesig, weiß, fast unwirklich – doch es waren die kleinen Momente, die mir im Kopf blieben. Zum Beispiel, wie ein Rentier immer wieder meinen Ellbogen stupste, bis ich das Fotografieren aufgab.
Danach gingen wir ins Lavvu – ein rundes Sámi-Zelt, das leicht nach Holzrauch und Wolldecken roch. Meine Finger waren steif vor Kälte, doch jemand reichte mir eine Tasse Kaffee, so stark, dass mir die Augen tränten (im besten Sinne). Ánde erzählte, wie es ist, hier aufzuwachsen und Rentiere zu hüten, wenn wochenlang kaum die Sonne aufgeht. Er lachte, als ich versuchte, „guovža“ auszusprechen (ich glaube, das heißt Vielfraß?), und brachte damit alle zum Lachen. Zum Mittag gab es einen heißen Eintopf – einfach, sättigend, perfekt nach der Kälte draußen – und wer wollte, bekam noch Schokolade dazu. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich unter Fremden so willkommen fühlen würde.
Ich denke noch oft an den Moment, als plötzlich alles still wurde – nur der Wind am Lavvu und die leisen Stimmen um mich herum waren zu hören. Es hat etwas Besonderes, draußen in dieser wilden Landschaft Essen und Geschichten zu teilen, das einen gleichzeitig klein und glücklich fühlen lässt. Und dann war es plötzlich Zeit, wieder in den Bus zu steigen, mit roten Wangen vom Wind und Lachen – und dem Wunsch, noch ein bisschen länger zu bleiben.
Ja, im Sámi-Lavvu gibt es ein warmes Mittagessen sowie heiße Getränke wie Kaffee oder Tee.
Der Transfer erfolgt mit dem Bus; die genaue Dauer hängt vom Abfahrtsort ab, die Fahrt ist aber für dich organisiert.
Ja, auch Babys und Kleinkinder sind willkommen – Kinderwagen sind erlaubt und die Tour ist familienfreundlich.
Zieh dich warm und in Schichten an; das Wetter in den Lyngen Alpen kann rau sein und die Aktivitäten finden draußen statt, bevor du ins Lavvu kommst.
Bei Allergien oder Unverträglichkeiten melde dich bitte nach der Buchung, damit das Mittagessen angepasst werden kann.
Dein Tag beinhaltet den Bustransfer zum verschneiten Camp bei den Lyngen Alpen, viel Zeit zum Rentierfüttern aus nächster Nähe, den Eintritt in ein traditionelles Sámi-Lavvu zum Aufwärmen, alle heißen Getränke (Kaffee, Tee oder Schokolade) sowie ein herzhaftes Mittagessen, das dein lokaler Guide zubereitet – bevor es gemeinsam zurückgeht.
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