In Interlaken ziehst du dich um und fährst dann hoch zum Grimselpass für ein echtes Canyoning-Abenteuer: geführtes Abseilen an senkrechtem Fels, wilde Rutschen und Sprünge in eiskalte Bergpools plus ein Flying Fox als krönender Abschluss. Nach zwei Stunden im Canyon, immer begleitet von Profis, gibt’s ein leichtes Mittagessen zum Aufwärmen, bevor es zurückgeht. Pure Bergluft und echtes Adrenalin.
Wir stiegen in den Van direkt vor Interlaken – noch halb verschlafen, mit Kaffee in der Hand, alle ein bisschen nervös, aber keiner gab es zu. Unser Guide Jonas machte schon Witze, während wir zum Grimselpass hochfuhren. Die Straße schlängelte sich durch grüne Hänge und grauen Fels; selbst bei geschlossenen Fenstern roch man die frische Bergluft. Immer wieder dachte ich an Jonas’ ersten Satz: „Den Anfang wirst du nie vergessen.“ Damals hatte ich noch keine Ahnung, was er meinte.
Als wir am Canyon ausstiegen, spürte ich es sofort – diese echte alpine Frische, scharf und klar. Wir zwängten uns in Neoprenanzüge (nicht gerade mein Style) und Helme, während Jonas und seine Kollegin Li unsere Gurte doppelt kontrollierten. Dann kam der Moment, vor dem ich am meisten Respekt hatte: das 50 Meter lange Abseilen in die helle Felsenschlucht des Grimsel. Meine Hände zitterten am Seil – ja, ich geb’s zu – aber Jonas begleitete mich Schritt für Schritt, bis ich endlich mit den Füßen das Wasser berührte. Ein eiskalter Schock durch die Schuhe. Hinter mir rief jemand so laut, dass das Echo von den Felsen zurückkam.
Canyoning hier heißt nicht nur springen und rutschen – auch wenn es davon jede Menge gab. Die Flying Fox-Bahn schickte uns über ein kristallklares Becken, in dem man jeden Kieselstein sehen konnte. Einmal wollte ich „xièxiè“ zu Li sagen, weil sie meinen holprigen Sprung aufgefangen hatte; sie lachte und meinte, ich klinge eher wie Schweizerdeutsch statt Mandarin (na gut, nehme ich so). Dieses seltsame Gefühl aus Adrenalin und Ruhe, wenn du zwischen Felsen eingeklemmt bist und nur das Wasser rauschen hörst, ist unbeschreiblich.
Nach zwei Stunden im Canyon – die sich gleichzeitig ewig und viel zu kurz anfühlten – zogen wir uns am Van um, zitternd, aber mit breitem Grinsen. Es gab Sandwiches und Getränke, während wir versuchten, den Flussschlamm aus dem Gesicht zu wischen. Manchmal denke ich noch an den ersten Sprung, wenn ich zuhause gerade etwas Langweiliges mache. Man merkt erst richtig, wie hoch 50 Meter sind, wenn man mit klopfendem Herzen daran hängt.
Die gesamte Tour inklusive Transport dauert etwa 5 Stunden, davon sind rund 2 Stunden im Canyon.
Nein, du brauchst keine Erfahrung – die Profis geben eine ausführliche Einweisung und begleiten dich sicher durch den Canyon.
Badekleidung, Handtuch und eine kleine Tasche für den Tag; die restliche Ausrüstung bekommst du vor Ort.
Ja, nach der Tour gibt es ein leichtes Mittagessen und ein Getränk kostenlos dazu.
Ja, Anfänger sind willkommen, sollten aber eine moderate Fitness mitbringen; das 50m Abseilen ist Pflicht und wird von Guides begleitet.
Ja, am Ausgangspunkt in Interlaken stehen heiße Duschen und Umkleiden zur Verfügung.
Das Mindestalter für diese Tour liegt bei 14 Jahren.
Schwimmen ist empfohlen, aber nicht zwingend erforderlich.
Dein Tag startet in Interlaken, wo du deine Guides triffst. Danach fahrt ihr gemeinsam zum Grimselpass. Alle nötigen Canyoning-Ausrüstungen sind inklusive, und die Profis begleiten dich durchgehend. Nach zwei Stunden voller Wasserfälle und Felsrutschen gibt’s ein leichtes Mittagessen und ein Getränk, bevor du zurück zu den warmen Duschen am Basislager kommst.
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