Starte deine Kyoto-Radtour in Gion mit einem sympathischen Guide, radle durch ruhige Gassen zu den Zen-Gärten von Kennin-ji, genieße ein lokales Mittagessen in einem versteckten Teehaus und fahre am Kamogawa-Fluss unter schattigen Bäumen entlang. Erlebe echte Begegnungen mit Einheimischen und tauche in Kyotos ruhige Seite ein – hier geht es weniger ums Sightseeing, mehr ums Eintauchen in das Stadtgefühl.
Das Erste, woran ich mich erinnere, ist unsere Guide Yuki, die uns bei Gion Corner zuwinkte – mit ihrem leuchtend gelben Schal, während sie gerade mit einem älteren Mann sprach, der Süßigkeiten verkaufte. Er reichte ihr etwas in Papier gewickeltes, das sie für mich halbierte. Es war noch warm – weich und süß, gefüllt mit Bohnenpaste. Dieser kleine Moment gab den Ton für die ganze Kyoto-Radtour vor: locker, herzlich und ein bisschen überraschend (im besten Sinne). So enge Gassen mit dem Rad zu fahren, hatte ich vorher nie erlebt – an einer Stelle quetschten wir uns an einem Lieferanten vorbei, der uns nur breit anlächelte, als wäre das hier Alltag für ihn.
Früh am Morgen kamen wir am Kennin-ji Tempel an. Die Luft roch leicht nach Kiefernnadeln und Räucherstäbchen – ob es die Uhrzeit war oder die stille Atmosphäre, ich hatte das Gefühl, in etwas Altes einzutauchen. Yuki zeigte uns den karesansui-Steingarten und versuchte, wabi-sabi zu erklären. Ganz verstanden habe ich es nicht (sie lachte, als ich sagte: „Also... Schönheit im Unperfekten?“), aber das Sonnenlicht, das schräg über die geharkten Steine fiel, brachte eine seltsame Ruhe in mich. Weiter ging’s zum Nanzen-ji Tempel – das riesige hölzerne Tor sieht man schon von weitem. Ein paar Kinder spielten in der Nähe, und als wir vorbeifuhren, rief eines „konnichiwa!“ – solche kleinen Momente bleiben oft länger im Kopf als die großen Sehenswürdigkeiten.
Mittagessen gab’s in einem winzigen Teehaus, versteckt hinter Ahornbäumen – ehrlich gesagt hätte ich es ohne Yuki nie gefunden. Wir saßen auf Tatami-Matten und aßen Reisschalen mit eingelegtem Gemüse (ich probierte alles, bis auf eine geheimnisvolle Wurzel, die mir zu knackig war). Die Besitzerin verbeugte sich bestimmt zehnmal, bevor sie das Dessert brachte – Matcha-Gelee, das grasig schmeckte, aber nach der ganzen Radfahrt erfrischend war. Nach dem Essen fuhren wir am Heian-Schrein vorbei – das Torii-Tor ist aus der Nähe wirklich beeindruckend – und dann gemütlich am Kamogawa-Fluss entlang, wo Einheimische picknickten oder einfach im Gras lagen. Die Brise vom Wasser tat nach dem ganzen Radeln am Vormittag richtig gut.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich an einem Tag in Kyoto so viel lachen und mich so entspannt fühlen würde. Diese Radtour ging nicht darum, Sehenswürdigkeiten abzuhaken – vielmehr fühlte man sich für ein paar Stunden wie ein Teil der Stadt, auch wenn man nur zu Besuch war. Wenn ich heute Windspiele höre, denke ich oft an diesen Flussufer-Moment zurück und wünsche mir, ich könnte ihn nochmal erleben.
Die Tour dauert etwa 4,5 Stunden von Anfang bis Ende.
Ja, das Mittagessen in einem lokalen japanischen Teehaus ist im Preis enthalten.
Fahrräder sind inklusive; Helme gibt es auf Wunsch dazu.
Nein, ein Hoteltransfer ist nicht enthalten; Treffpunkt ist im Gion-Viertel.
Die Hauptstopps sind der Kennin-ji Tempel (UNESCO) und der Nanzen-ji Tempel.
Die Strecke ist leicht und für die meisten Fitnesslevels geeignet; Teilnahme ab 150 cm Körpergröße möglich.
Vegetarische und vegane Optionen sind möglich, können aber Fischbrühe enthalten; bitte mindestens einen Tag vorher Bescheid geben.
Die Tour kann bei unsicheren Wetterbedingungen abgesagt werden; bitte beim Veranstalter nachfragen.
Dein Tag beinhaltet Leihfahrräder (mit Versicherung), Eintritt zum Kennin-ji Tempel, Fotos während der Tour, Helm bei Bedarf, Fahrradschlösser sowie ein lokales Mittagessen in einem traditionellen japanischen Teehaus – vegetarische Optionen sind möglich, wenn rechtzeitig angemeldet.
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