Du startest in Sarria und wanderst über 100 km auf dem Camino Francés durch Wälder, Dörfer und über mittelalterliche Brücken – immer mit deinem Pilgerausweis zum Abstempeln. Genieße galicische Spezialitäten wie Pulpo in Melide, übernachte in privaten Zimmern, lass dein Gepäck bequem transportieren und erlebe das besondere Ankommen in Santiago, das lange nachklingt.
Am ersten Morgen in Sarria wachte ich mit dem Klang der Kirchenglocken auf, dazu zog der leichte Duft von Holzrauch durchs Fenster. Die alten Pflastersteine unter meinen Stiefeln waren noch kalt – ich dachte nur: „Jetzt geht’s wirklich los.“ Schon früh waren ein paar andere Pilger unterwegs, manche saßen still mit Kaffee am Malecón am Fluss. Unsere Begleiterin Elena begrüßte uns mit einem Lächeln und reichte uns unsere Pilgerausweise, diese kleinen Pässe, die man unterwegs abstempelt. Sie sagte „Buen Camino!“, und tatsächlich fühlte es sich wie ein Anfang an. Meine Knie machten mir Sorgen, aber ich war auch irgendwie aufgeregt – vielleicht vom frischen Luft oder weil alle irgendwie diese stille Vorfreude teilten.
Das Gehen war am Anfang leichter als gedacht – Kastanienwälder, kleine Steinbrücken, Kühe, die uns hinter moosbewachsenen Zäunen beobachteten. Wir machten Halt an der Kirche von Barbadelo, wo ein alter Mann gerade Laub fegte; er nickte uns zu, sagte aber kaum ein Wort. Manchmal kamen wir durch winzige Dörfer, die man fast übersehen hätte, wenn man blinzelt. Das Mittagessen war immer eine kleine Überraschung: mal eine kräftige galicische Suppe, mal Pulpo in Melide, bei dem ich mir wünschte, ich hätte „una ración más, por favor“ richtig sagen können. Li lachte, als ich es versuchte – ich habe es wohl ziemlich verhunzt. Das Schönste? Man isst auf dieser Strecke eigentlich nie allein, wenn man das nicht möchte.
Am vierten Tag meckerten meine Füße, aber es hatte sich ein Rhythmus eingestellt – früh aufstehen, laufen bis der Kopf leer wird, Pilgerausweis an einer kleinen Kapelle oder Bar abstempeln. Die Landschaft wechselte ständig: Nebelige Morgen in Arzúa mit dem süßlich-milden Käsegeruch überall, dann plötzlich Sonnenstrahlen, die durchbrachen, als wir Pedrouzo erreichten. Es gab Momente, in denen die Zeit langsamer zu vergehen schien – besonders beim Überqueren der mittelalterlichen Brücken, begleitet nur vom Vogelgezwitscher.
Ich denke noch oft daran, wie wir am Monte do Gozo ankamen, kurz vor Santiago. Alle wurden still, als wir die Türme der Kathedrale in der Ferne sahen – sogar Elena schwieg und ließ uns den Moment genießen. Der letzte Abschnitt nach Santiago war fast voller Aufregung (und ehrlich gesagt auch Erleichterung). Meine Beine waren müde, aber irgendwie leichter als am Anfang. Am Abend feierten wir mit Estrella Galicia-Bier und allem, was wir an Tapas nahe der Praza do Obradoiro fanden; jemand spielte Gitarre und sang leise bis spät in die Nacht. Der Regen ließ die Stadt glänzen – vielleicht war es nur mein Gefühl, aber nach diesen Tagen auf dem Camino wirkte alles klarer und intensiver.
Der Camino Francés ab Sarria umfasst etwa 110 Kilometer, verteilt auf 7 Tage.
Ja, dein Gepäck wird zwischen den Etappen transportiert, damit du unbeschwert laufen kannst.
Du übernachtest jede Nacht in privaten Zimmern mit eigenem Bad, in Hotels oder Landhäusern.
Ja, du erhältst einen offiziellen Pilgerausweis, um unterwegs Stempel zu sammeln.
Ja, die Route ist für alle Fitnesslevels machbar, das Gelände ist meist sanft mit einigen längeren Tagen.
Probier galicische Gerichte wie Pulpo in Melide und den Arzúa-Ulloa Käse in Arzúa.
Ja, für alle Nicht-Spanier ist während der Tour eine umfassende Reiseversicherung enthalten.
Ja, auch Babys und Kleinkinder sind willkommen, Kinderwagen oder Buggys können genutzt werden.
Deine Reise umfasst private Zimmer mit eigenem Bad jede Nacht, täglichen Gepäcktransfer zwischen den Etappen, damit du nur das Nötigste tragen musst, eine umfassende Reiseversicherung für ausländische Gäste und deinen offiziellen Pilgerausweis zum Abstempeln an jeder Station als Beweis deiner Pilgerreise.
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