Erkunde Bostons North End mit einem lokalen Guide, koste heiße, preisgekrönte Pizza, frische Pasta aus Familienhand und einen klassischen Cannoli, der direkt für dich gefüllt wird. Freu dich auf Geschichten von Einheimischen, Lachen über zähen Teig und Espresso und das Gefühl, irgendwo dazuzugehören – auch wenn du nur zu Besuch bist.
Wir schlüpften unter der Tony DeMarco-Statue an der Ecke Hanover und Cross – die Stadt schien schon vor uns wach zu sein. Unsere Guide (ich glaube, sie hieß Maria?) winkte uns mit einem breiten Lächeln und einem Kaffee in der Hand heran. Sie begann mit einer Geschichte über ihre Nonna, die heimlich Brot aus den Hinterhöfen hier stibitzte – das hat die Stimmung für den ganzen Vormittag perfekt getroffen. Der erste Bissen von der sizilianischen Pizza – dicker Boden, Sauce genau süß genug – war noch warm aus dem Ofen. Von Galleria Umberto hatte ich schon in den „Top 100“-Listen gelesen, aber so wie bei Muttern in der Küche schmeckt’s selten. Selbst draußen lag ein leichter Knoblauchduft in der Luft.
Wir schlenderten an der Old North Church vorbei (nur von außen), und plötzlich biss ich in das, was Maria „den besten italienischen Sub, den du je essen wirst“ nannte. Kein Witz. Das Brot hatte diesen herrlich zähen Rand; fast hätte ich mein halbes Sandwich fallen lassen, als jemand auf ein Wandgemälde zeigte, das mir vorher nicht aufgefallen war. In einer Bäckerei unterhielten sich Einheimische in schnellem Italienisch – es fühlte sich an, als kennt hier jeder jeden. In Briccos Hinterhofbäckerei versuchte ich „grazie“ zu sagen und bekam ein Lachen von einem der Bäcker ab – ziemlich sicher, dass ich es verhunzt habe.
Der Halt bei der Salumeria war der Hammer – hausgemachte Mozzarella, so weich, dass sie kaum zusammenhielt, dazu Balsamico, der gleichzeitig scharf und süß roch. Jemand meinte, das wäre schon mal im Food Network gewesen – kann ich gut nachvollziehen. Zum Abschluss gab’s Pasta im Ristorante Limoncello (die Sorte, die perfekt an der Gabel klebt) und dann bei Modern Pastry einen Cannoli, frisch gefüllt nach Bestellung. Puderzucker überall – ich finde ihn noch Tage später in meiner Jackentasche. Beim Zurücklaufen durch die engen Gassen, die Sonne, die von den Backsteinwänden reflektiert wurde, fühlte ich mich satt und irgendwie auch nostalgisch für Orte, an denen ich nie gelebt habe.
Die Tour beginnt um 10:30 Uhr, sonntags erst um 11:30 Uhr.
Treffpunkt ist an der Tony DeMarco-Statue an der Ecke Hanover und Cross Streets im Bostoner North End.
Ja, alle Verkostungen sind im Preis enthalten, ebenso Steuern und Trinkgelder.
Bei einigen Stationen wie Briccos Bäckerei gibt es keine glutenfreien Alternativen.
Die Strecke ist moderat; bequeme Schuhe sind empfehlenswert, aber es gibt keine anstrengenden Passagen.
Ja, die Tour ist kinderwagenfreundlich, Kinder müssen jedoch von einem Erwachsenen begleitet werden.
Ja, du bekommst einen frisch gefüllten Cannoli von Modern Pastry während der Tour.
Kaffee oder Espresso sind bei Polcari’s Coffee inklusive; samstags gibt es, wenn verfügbar, auch Verkostungen von Naturwein.
Dein Tag umfasst alle Verkostungen bei preisgekrönten Adressen im Bostoner North End – von sizilianischer Pizza über hausgemachte Mozzarella bis hin zu handgefülltem Cannoli. Alles ist im Ticketpreis enthalten, auch Trinkgelder. Ein erfahrener lokaler Guide führt dich von Station zu Station – du brauchst nur Hunger und vielleicht eine Flasche Wasser.
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