Erkunde Gents Kopfsteinpflasterstraßen mit einer lokalen Führung, koste mindestens neun belgische Schokoladen und Süßigkeiten (darunter ungewöhnliche Geschmacksrichtungen wie Senf oder Passionsfrucht). Triff Chocolatiers in ihren Ateliers, lausche Stadtlegenden und genieße hausgemachte Brownies – klebrige Finger garantiert. Perfekt für alle, die Geschichten zu ihrer Schokolade lieben.
„Probier unbedingt diese hier – aber frag noch nicht, was drinsteckt“, grinste unsere Führerin und hielt uns eine glänzende Praline hin, irgendwo zwischen Kaffee-Braun und Gold. Ich zögerte kurz (beim letzten Mal war es Chili), biss dann aber doch rein. Innen war sie scharf und fruchtig – Passionsfrucht, erklärte sie – und ehrlich gesagt weiß ich bis heute nicht, ob ich den Geschmack mochte oder einfach nur die Überraschung. Bis dahin hatten wir schon zwei Läden besucht, beide Familienbetriebe, deren Besitzer jeden vorbeikommenden kannten. Einer winkte uns sogar in den Hinterraum, um einen Blick in ihr Atelier zu werfen; die Luft roch nach Kakao und etwas Geröstetem, vielleicht Nüsse? Drinnen war es warm, obwohl draußen November war – feucht und hallend mit Glockengeläut.
Ich hatte ehrlich gesagt eher mit einem Zuckerschub als mit einem Geschichtsunterricht gerechnet, doch unsere Führerin Anouk entdeckte immer wieder kleine Details über Gent – warum die Kanäle hier krumm verlaufen oder dass die älteste Süßwarenhandlung seit 1904 in derselben Familie ist. Sie erzählte von Gault Millau-Auszeichnungen, als wäre es Klatsch und Tratsch. An einer Station probierten wir etwas, das leicht nach Senf schmeckte (ja, Senf in Schokolade!), und Li lachte, als ich versuchte, „Praline“ auf Niederländisch auszusprechen – ich hab’s wohl total verhauen. Kinder fuhren auf Fahrrädern vorbei und riefen, während die Straßenbahn in der Nähe über die Schienen rumpelte.
Als wir schließlich bei Julie’s House ankamen, um hausgemachte Red Velvet Brownies zu probieren, klebten meine Hände schon von den vielen Verpackungen, die ich in meine Taschen gesteckt hatte. Wir blieben kurz draußen stehen, weil ein Hund Hallo sagen wollte (und vielleicht ein paar Krümel erhoffte). Die Tour endete irgendwo in der Nähe des Stadtzentrums, und alle tauschten ihre Favoriten aus; meiner war immer noch die erste Passionsfrucht-Praline. Oder vielleicht einfach das Gefühl, all diese kleinen Geheimnisse hinter den Ladentheken zu entdecken. Ich denke immer wieder daran, wie jeder Ort seinen eigenen Duft hatte – mal blumig, mal fast rauchig – und wie Anouk genau wusste, wann sie eine Pause machen musste, damit wir einfach nur dem leisen Gent um uns herum lauschen konnten.
Mindestens 9 verschiedene Schokoladen und Süßigkeiten kannst du probieren.
Ja, eine unterhaltsame lokale Guide begleitet die Gruppe durch das Zentrum von Gent.
Ja, du kannst experimentelle Schokoladen mit Geschmacksrichtungen wie Senf, Tomate, Speck oder Chili probieren.
Ja, du besuchst mehrere Top-Chocolatiers, die mit Gault Millau-Auszeichnungen geehrt sind.
Ja, du besuchst auch Gents ältesten Süßwarenladen und probierst hausgemachte Brownies bei Julie’s House.
Ja, in der Nähe des Stadtzentrums von Gent gibt es gute Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr.
Nein, es gibt kein Mittagessen, nur Schokolade und Süßigkeiten zum Probieren.
Ja, die Tour ist für alle Fitnesslevels geeignet, da sie gemütliches Gehen im Stadtzentrum beinhaltet.
Dein Tag beinhaltet einen geführten Spaziergang durch das Zentrum von Gent mit einer unterhaltsamen lokalen Guide; Eintritt bei preisgekrönten Chocolatiers; mindestens neun verschiedene Schokoladen- und Süßwarenverkostungen aus Familienbetrieben (inklusive ausgefallener Geschmacksrichtungen); alle Gebühren und Steuern sind inklusive, sodass du dich ganz aufs Probieren konzentrieren kannst.
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