Du schlenderst durch die Weinberge der Côtes de Provence mit einem lokalen Guide, der jede Geschichte hinter den Flaschen kennt. Probiere Rosés und Rotweine direkt aus Familienkellern, genieße eine Pause zum Mittagessen in einem verschlafenen Dorf und spüre, wie der Rhythmus Südfrankreichs bei Sonnenuntergang in dir ankommt.
Ich war schon lange neugierig auf die Weine der Côtes de Provence, aber ehrlich gesagt hatte ich nicht erwartet, dass der Tag so entspannt wird. Wir trafen unsere Gastgeberin – Sophie, die ganz in der Nähe von Nizza aufgewachsen ist – direkt am Treffpunkt. Sie hatte diese Art, dass man das Gefühl hatte, sie schon ewig zu kennen. Der Minivan war angenehm kühl und ruhig, was gut war, denn ich bin kein Morgenmensch (die anderen wirkten noch verschlafener). Als wir Nizza hinter uns ließen, wurde das Licht irgendwie sanfter, und ich roch zum ersten Mal den Duft von Rosmarin, während wir an den Hügeln vorbeifuhren.
Das erste Weingut wird von einer Familie geführt, die wohl schon Wein macht, seit meine Großeltern geboren wurden. Wir gingen zwischen Reihen von Grenache- und Syrah-Reben entlang, während Sophie erklärte, dass der Boden hier fast rosa schimmert – sie nannte es „Terroir“, aber für mich sah er einfach sonnenverbrannt und hartnäckig aus. Im Keller war es kühl und roch leicht nach Stein und alten Fässern. Den Rosé zu probieren fühlte sich fast wie ein Ritual an; blass, salzig-süß, ganz anders als alles, was ich zu Hause je getrunken hatte. Jemand fragte nach der Mischung, und der Winzer zuckte mit den Schultern: „Es ist vor allem Geduld.“ Das brachte mich zum Lachen.
Mittagessen gab es in einem winzigen Dorf, wo die Zeit stehen zu bleiben schien (oder vielleicht war es der Wein). Wir saßen draußen unter Platanen, das Brot war noch warm, die Luft voller Lavendel und etwas, das in der Nähe brutzelte. Danach stand ein weiteres Weingut auf dem Programm – ein „Cru classé“, das klang zwar edel, war aber sehr herzlich. Ihre Rotweine überraschten mich; erdig, aber gleichzeitig lebendig? Ich finde keine besseren Worte. Sophie erzählte von den Schnitt-Ritualen, während eine Katze um ihre Beine strich. Mittlerweile waren wir alle ein bisschen sonnengebräunt und redeten lauter als vorher.
Die Rückfahrt nach Nizza war ruhiger – vielleicht dösten alle vor sich hin oder dachten einfach über das Erlebte nach. Ich spielte immer wieder den Moment im Keller ab, als plötzlich alles still war, bis jemand sein Glas leise kreisen ließ. Wenn du einen Tagesausflug ab Nizza suchst, der nicht gehetzt oder übertrieben wirkt – eine echte Weinreise durch die Côtes de Provence mit Menschen hinter jeder Flasche – dann ist das hier genau richtig.
Die Tour startet um 9 Uhr in Nizza und endet gegen 17 Uhr am selben Tag.
Ja, alle Verkostungen bei drei Weingütern sind inklusive.
Nein, du hast Zeit für ein Mittagessen im Dorf, die Kosten dafür sind nicht im Preis enthalten.
Du besuchst drei verschiedene Weingüter während der Tour.
Die Tour beinhaltet Abholung und Rückfahrt zu einem zentralen Treffpunkt in Nizza.
Du verkostest Rosés und Rotweine (Grenache, Syrah) sowie einige Weißweine aus der Côtes de Provence.
Ja, dein Guide spricht während der gesamten Tour fließend Englisch.
Es handelt sich um eine Kleingruppentour mit maximal 8 Personen pro Minivan.
Nein, die Tour ist nicht für Kinder unter 10 Jahren geeignet.
Dein Tag umfasst bequemen Transport im klimatisierten Minivan mit Abholung und Rückfahrt an einem zentralen Punkt in Nizza, alle Besuche und Verkostungen bei den Weingütern sowie die Begleitung durch einen englischsprachigen lokalen Weinexperten, bevor es am Abend zurück in die Stadt geht.
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