Pack deine Schürze aus und koche mit einer Familie in Praiano, lerne echte Rezepte, koste hausgemachten Wein und hab Spaß am großen Tisch. Frische Kräuter aus dem Garten, selbstgemachte Pasta und ein süßer Abschluss mit „Bè“ – hier geht’s nicht um Perfektion, sondern ums Dazugehören für ein paar Stunden.
Als ich zu Rocco und Carla nach Praiano hochging, fiel mir als Erstes der Duft auf – wie sonnenwarme Tomaten und etwas Süßes, das im Ofen backte. Nur ein paar Schritte vom Strand La Praia entfernt, fühlte sich ihr Zuhause wie eine kleine eigene Welt an. Carla reichte mir ein Glas ihres selbstgemachten Weins (ich versuchte, ihn zu schwenken, als hätte ich Ahnung), und Mamma Annamaria stellte kleine Teller mit Auberginen hin, die viel besser schmeckten als meine je zu Hause. Ihr kleiner Sohn Alexandro lugte immer wieder um die Ecke und grinste, als hätte er ein Geheimnis.
Ganz ehrlich, ich war nervös, Nudeln von Grund auf selbst zu machen. Rocco zeigte uns, wie man den Teig knetet – „als würdest du ihn wecken“, sagte er und brachte uns alle zum Lachen. Meine Ravioli sahen zwar schief aus, aber das störte niemanden. Die Küchenfenster standen offen, und aus der Ferne hörte man ein Radio leise spielen. Carla korrigierte einmal meine Aussprache von „Tagliatelle“ (ich bekomme es bis heute nicht richtig hin), aber so herzlich, dass ich mich überhaupt nicht blamiert fühlte. Wir verwendeten Kräuter, die sie morgens frisch aus dem Garten geholt hatten; nur das Zerreiben von Basilikum zwischen den Fingern ließ meine Hände stundenlang herrlich duften.
Gemeinsam setzten wir uns an ihren großen Holztisch – ganz entspannt, Teller wurden herumgereicht und immer wieder Wein eingeschenkt. Die Soßen schmeckten anders als in jedem Restaurant: irgendwie frischer, vielleicht weil man sie selbst gemacht hat oder weil die Tomaten direkt aus dem Garten kamen. Zum Nachtisch gab es einen Walnusskuchen, der mich an Herbst erinnerte, obwohl draußen Kinder noch in der Nachmittagssonne spielten. Dazu gab es ein kleines Glas „Bè“ – ihr hausgemachter Digestif –, der zwar brannte beim Runtergehen, aber einen honigsüßen Nachgeschmack hinterließ, der mir noch lange im Kopf blieb.
Beim Abschied umarmte uns Mamma Annamaria, als würden wir uns schon ewig kennen. Ich ging zurück zum Meer und fühlte mich rundum satt – im Bauch, im Herzen, einfach überall. Wenn du in Praiano einen Kochkurs suchst, der echt und ungezwungen ist, dann ist das hier genau das Richtige.
Der Kurs wird in einem Familienhaus in Praiano, ganz in der Nähe vom Strand La Praia, abgehalten.
Ja, es wird hausgemachter Wein zum Essen und Probieren serviert.
Du machst eine Vorspeise, zwei Arten Pasta mit Soße (z.B. Ravioli oder Tagliatelle) und ein Dessert – alles mit saisonalen Zutaten.
Das Menü richtet sich nach der Saison; je nach Ernte gibt es auch vegetarische Gerichte aus dem Garten.
Je nach gebuchter Zeit gibt es entweder Mittagessen (10:00 Uhr) oder Abendessen (16:00 Uhr).
Babys dürfen auf dem Schoß der Eltern dabei sein; Familien sind herzlich eingeladen.
Nein, es gibt keinen Hoteltransfer; Treffpunkt ist das Haus nahe dem Strand La Praia.
Der Kurs dauert mehrere Stunden inklusive Kochen und gemeinsamem Essen; die genaue Dauer hängt vom Tempo der Gruppe ab.
Dein Tag umfasst alle Zutaten für den Kochkurs, ein Begrüßungsgetränk, eine traditionelle Vorspeise, zwei hausgemachte Pastagerichte mit frischem Gemüse oder fangfrischem Fisch, ein Dessert zum Abschluss sowie den besonderen „Bè“-Digestif, Wasser und reichlich hausgemachten Wein – alles gemeinsam am Familientisch, bevor du wieder ins Sonnenlicht von Praiano hinausgehst.
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