Du fährst wilde Bergstraßen in einer kleinen Gruppe mit lokalen Guides, wanderst zu versteckten Wasserfällen bei Du Gia, überquerst spektakuläre Pässe wie Ma Pi Leng und teilst hausgemachte Mahlzeiten in Dorf-Homestays. Freu dich auf kalte Wasserfälle, Lachen beim Reiswein („glückliches Wasser“) und ehrliche Einblicke ins Leben im Norden Vietnams auf der Ha Giang Loop.
Ich erinnere mich noch genau an den Morgen, als ich zum Yolo Ha Giang Hostel kam – halb verschlafen, ein bisschen nervös. Die Motorräder standen ordentlich vor der Tür und aus einer Gasse roch es nach gebratenen Schalotten vom Frühstück. Unser Guide Tuan reichte mir den Helm und grinste, als hätte er diese Mischung aus Vorfreude und „Was mache ich hier eigentlich?“ schon oft gesehen. Mit dabei war auch eine Krankenschwester – das ist bei Touren auf der Ha Giang Loop eher selten – was ehrlich gesagt eher meine Mutter beruhigte als mich. Nach einer kurzen Einweisung (nicht zu stark bremsen auf dem Schotter) starteten wir, die Motoren brummten durch die Stadt und dann hinaus in die Berge.
Die Straße nach Thai An schien endlos, aber auf eine gute Art – grüne Hänge, die sich sanft aneinander schmiegten, die Luft frisch nach Kiefern und einem blumigen Duft, den ich nicht einordnen konnte. Wir hielten am Lung Ho Aussichtspunkt, wo Tuan auf Dörfer zeigte, die so weit unten lagen, dass sie wie winzige Spielzeughäuser wirkten. Mittagessen gab’s in Du Gia: Klebreis, Schweinefleisch mit Zitronengras und eingelegtes Gemüse, das mich fast zum Tränen brachte (scharf!). Im Homestay bezogen wir unsere Zimmer – Holzböden, Moskitonetze über jedem Bett – und machten uns dann auf zur Du Gia Wasserfall-Wanderung. Der kalte Sprühnebel im Gesicht nach dem Aufstieg fühlte sich unglaublich an. Abends spielten wir Karten mit unseren Gastgebern, während der „glückliche Wasser“-Reiswein reichlich floss. Ich versuchte, mich auf Vietnamesisch zu bedanken; alle lachten, aber das brach das Eis.
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des Ma Pi Leng Passes. Fotos hatte ich gesehen, aber nichts bereitet dich darauf vor, an dieser Kante über dem Nho Que Fluss zu fahren – steile Klippen, Wind, der dir um die Jacke peitscht. Tuan erzählte, dass die Strecke „Glücksstraße“ heißt, weil sie vor Jahrzehnten von Hand gebaut wurde; er wirkte stolz, aber auch ein bisschen traurig, wie schnell sich hier alles verändert. Die Bootstour ließen wir aus (heutzutage zu voll) und wanderten stattdessen den Ma Pi Leng Sky Walk – nur wir und diese atemberaubende Aussicht. Dong Van danach war lebendig: alte Steinhäuser, Kinder, die herumsausten und geröstete Kastanien verkauften.
Zwischen Lung Cu Flagge und dem Dorf Lo Lo Chai am dritten Tag wurde mir klar, wie sehr ich mich an den Rhythmus hier gewöhnt hatte: frühe Frühstücke in den Homestays (Reisbrei oder manchmal nur starker Tee), kurvige Straßen durch neblige Pässe wie Tham Ma oder Yen Minh, immer winkende Kinder am Straßenrand. Im Dorf Lung Tam probierten wir, mit lokalen Frauen Hanfstoff herzustellen – meine Hände waren unbeholfen, aber sie hatten Geduld. Der letzte Tag verging wie im Flug: Höhlen, die unter den Füßen hallten in Lung Khuy, Mittagessen in Tam Son, wo jemand alte vietnamesische Liebeslieder im Radio spielte… Als wir zurück in Ha Giang ankamen und im Yolo House gemütlich feierten, war ich zwar sonnenverbrannt und müde, wollte aber gar nicht, dass es endet.
Ja, ein englischsprachiger Guide begleitet die Tour an allen vier Tagen.
Ja, jede Nacht übernachtest du in familiengeführten Homestays entlang der Route.
Frühstück und Abendessen sind in den Homestays inklusive; Mittagessen gibt es unterwegs je nach Standort.
Ja, eine vom Roten Kreuz ausgebildete Krankenschwester begleitet die Gruppe für zusätzliche Sicherheit.
Die Wanderungen sind moderat; rechne mit 1–2 Stunden zu Zielen wie dem Du Gia Wasserfall oder dem Ma Pi Leng Sky Walk.
Du kannst als Sozius bei einem erfahrenen lokalen Fahrer mitfahren, wenn du selbst nicht fahren möchtest.
Leicht packen ist am besten – Wanderschuhe, ein Handtuch für die Wasserfälle und Kleidung zum Schichten für wechselndes Wetter.
Die Gruppen sind klein für mehr Sicherheit und authentische Begegnungen – meist weniger als zehn Teilnehmer pro Tour.
Deine vier Tage beinhalten täglich Abholung am Yolo Ha Giang Hostel sowie alle Transfers zwischen den Dörfern per Motorrad mit erfahrenem lokalen Fahrer oder selbst gesteuert. Jede Nacht übernachtest du in herzlichen Dorf-Homestays mit familiengeführten Frühstücken und Abendessen; Mittagessen gibt es unterwegs je nach Zeitplan. Eine vom Roten Kreuz ausgebildete Krankenschwester begleitet die Gruppe für extra Sicherheit. Alle Eintrittsgelder für Wasserfälle und Höhlen sind inklusive – bring einfach deine Abenteuerlust (und vielleicht ein paar Snacks) mit.
Benötigen Sie Hilfe bei der Planung Ihrer nächsten Aktivität?