Mit einem lokalen Guide schlenderst du durch Shinjukus versteckte Gassen und probierst 15 japanische Gerichte in vier echten Geheimtipps – von rauchigem Yakitori an der Memory Lane bis zu Mitternachts-Sashimi in Kabukicho. Freu dich auf viel Gelächter, zwei Getränke (alkoholisch oder nicht) inklusive und kleine Überraschungen, die du nicht kommen siehst. Vollgestopft und doch verbunden mit Tokios nächtlichem Puls gehst du nach Hause.
Schon bevor ich es richtig realisierte, klapperten die Essstäbchen auf kleinen Tellern, während unsere Guide Yuki die erste Runde Sake einschenkte. Wir hatten uns gerade so in diese Gasse an der Memory Lane gedrängt – Laternen hingen über uns, die Luft war schwer vom Rauch gegrillten Hühnchens und einer süßen Note, die ich nicht ganz greifen konnte. Es schien, als hätte sich ganz Tokio hier versammelt, alle Salarymen lachten viel zu laut für einen Montagabend. Yuki grinste nur und winkte uns zu einem Tisch, der aussah, als gehörte er in eine heimelige Küche.
Der erste Bissen – noch heißer Yakitori – überraschte mich. Ich dachte immer, gegrilltes Hühnchen sei einfach nur gegrilltes Hühnchen. Aber diese Glasur, die an den Fingern klebte, machte sofort Lust auf mehr. Am Nachbartisch versuchte jemand, uns das richtige „Kanpai“ beizubringen; Li lachte, als ich es auf Mandarin versuchte – wahrscheinlich klang das eher wie Kauderwelsch. Unsere Guide erzählte zwischendurch kleine Geschichten: Welcher Izakaya-Besitzer schon seit den 80ern hier ist, wie rau Kabukicho früher war, warum Gyoza immer mit dieser würzigen Soße serviert wird (ich könnte die einfach trinken).
Beim dritten Stopp roch meine Jacke schon nach Frittiertem und Sojasoße. Wir schlüpften in ein Lokal, wo der Koch kaum vom Sashimi-Messer aufsah, aber nickte, als wir uns setzten. Für einen Moment herrschte Ruhe – vielleicht aus Respekt vor dem Fisch oder weil roher Thunfisch um Mitternacht einfach anders schmeckt. Draußen leuchtete die Stadt in Neon und Lärm, drinnen war es weich und vertraut, als hätten wir einen Blick hinter die Kulissen geworfen.
Irgendwann zwischen Karaage und der letzten Schüssel Nudeln (hier darf man übrigens laut schlürfen) verlor ich den Überblick über die Gerichte. Es gab kleine Überraschungen: eingelegten Rettich, der die Augen tränen ließ, Bierschaum so dick, dass man ihn löffeln konnte. Noch jetzt erinnere ich mich, wie Yuki auf ein Kanji-Zeichen zeigte, das ich allein nie bemerkt hätte – es bedeutete „Glück“, sagte sie, zwinkerte aber, also wer weiß. Wenn du Tokio abseits der Instagram-Hotspots entdecken willst, ist diese Shinjuku Food Tour genau das Richtige.
Die Tour umfasst 15 japanische Gerichte an vier verschiedenen Lokalen.
Ja, zwei Getränke (alkoholisch oder alkoholfrei) sind im Preis enthalten.
Ja, einer der Stopps ist in der Memory Lane (Omoide Yokocho) in Shinjuku.
Ja, ein englischsprachiger Einheimischer begleitet die Gruppe den ganzen Abend.
Ja, alle Treffpunkte sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Ja, die Gehstrecken sind kurz, sodass die Tour für alle Fitnesslevels passt.
Du probierst Yakitori-Spieße, Gyoza, Karaage, frisches Sashimi und weitere traditionelle Gerichte.
Die Gruppe besucht vier verschiedene lokale Restaurants.
Dein Abend beinhaltet die Eintrittspreise in jedem Lokal sowie 15 japanische Gerichte in vier handverlesenen Restaurants in Shinjuku und Kabukicho. Dazu gibt es zwei kostenlose Getränke (alkoholisch oder alkoholfrei) und die Begleitung eines englischsprachigen Einheimischen, der die Gegend bestens kennt.
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